Last call for Boarding

Wie alles begann…

Toby am Flughafen Tegel. Schon in seiner Jugend entflammte die Leidenschaft zur Luftfahrt und zum Reisen.

Attention please…do not leave your baggage unattended. Zum Glück habe ich immer drauf geachtet, dass ich mein Gepäck bei mir habe. Gerade weil die Aufregung, alles dabei zu haben, direkt am Airport immer am Größten war.

Doch woher kommt das eigentlich? Diese Euphorie, diese Passion die mir oft in den Kopf kommt. Ich glaube, dass jeder in sich eine Leidenschaft hat. Eine Leidenschaft, die genau die gleichen Gefühle offenbart, wie es die erste Liebe tut.

In der 4. Klasse fragte uns die Lehrerin „Was wollt ihr werden / Was ist euer Berufswunsch?“ Ich kann nicht sagen, was genau in diesem Moment passierte. Das Getuschel wurde größer und die Klasse gefühlt unruhiger. Ich hingegen nahm mir einen Stift und ein Papier und malte typisch in dem Alter ein total gekrakeltes Flugzeug auf.

Nach einer Weile wurden wir dann gefragt und jeder musste etwas sagen. „Tobias! Was willst du mal werden?“ fragte mich die Lehrerin.  Ich antwortete: „Kampfpilot“. Nach erster Stille folgte Gelächter.

Es traf mich. Ich habe ja auch nicht Ronny zwei Bänke vor mir ausgelacht, als er meinte, dass er Astronaut werden will.

Toby war schon in früher Jugend begeistert vom Fliegen.

Im Nachhinein betrachtet, bin ich wahrscheinlich der Einzige der drangeblieben ist. Ich saß ganz oft mit meinen Eltern am Frühstückstisch und freute mich immer über zwei Dinge. Das erste war ‘Toby, wollen wir zur Besucherterrasse nach Tegel fahren?“ – „Was? Jaa!“

Zweites war Fußballspielen mit meinem Papa. Es war viel schöner als gegen andere Kinder oder Jugendliche zu spielen. Mein Papa glaubt an jedes einzelne Wort – speziell, wenn ich von der Fliegerei erzählte. Noch heute mit 28 ist auf dem Bolzplatz der ein oder andere Ball vorbei gerollt, wenn ein Airbus über meinen Kopf flog.

Nach und nach habe ich mir Software und Hardware für die Simulation „Microsoft Flight Simulator“ gekauft. Einen Joystick, ein Headset und alle halbe Jahre gefühlt eine neue Grafikkarte.

Nach und nach wurde es immer detailverliebter. Ich besorgte mir über das Internet Handbücher zu Flight Procedures und mehr Software, die Flugzeuge detailgenau nachbildeten. Während also andere nach der Schule/Arbeit/Ausbildung einen Blick in ihre Hausaufgaben warfen, Fahrrad fuhren oder später dann an ihren Autos bastelten, schaute ich mir auf Flightradar24 und anderen Portalen an, welche Strecke ich als nächstes bediente.

Ich plante alles haargenau, ich flog nicht los bevor es der reale Flieger tat. Hatte er Verspätung hatte ich sie auch. Ich schaute mir Verfahren an wie es reale Piloten vor dem Start machen. In case of engine failure, bird strike oder Startabbrüche.

Für die einen nur ein Spiel – für mich die Liebe meines Lebens.

Nach meiner Ausbildung besuchte ich die Abendschule mit dem festen Ziel mein Abi zu machen um später bei der Lufthansa als Pilot anzufangen. In den Jahren dazwischen verbrachte ich mit meiner Familie Geburtstage an Flughäfen und in Einflugschneisen. Völlig verrückt oder? Kann man so sagen – aber das ist Leidenschaft. Ich bin mit jeder Faser meines Körpers bei diesem Thema.

Pünktlich zum Abitur ging die Lufthansa dann übrigens in den Ausbildungsstop und verwehrte mir sämtliche Chancen. Eine private Finanzierung kam nicht in Frage. Auch wenn man die Möglichkeit hätte, wäre die Chance viel zu hoch verschuldet und arbeitslos zu sein.

Doch ich hatte ja schließlich einen Papierflieger auf einem Blatt Papier in der 4. Klasse gezeichnet.

Ich packte 2016 meine Passion und dachte ernsthaft über die Gründung eines Modelabels nach, welches eigene Shirts und Hoodies entwickelt, die jedem die Möglichkeit geben würden die Liebe der Fliegerei und des Reisens nach außen zu tragen. Mir war wichtig, dass diese Designs detailverliebt und einzigartig im Aussehen sind. So hat das TXL Design als markantes Detail im X die Landebahn hinterlegt und zusätzlich sämtliche wichtigen Frequenzen und Höhenangaben des Airports abgebildet. Damit hat jeder Reisebegeisterte die Möglichkeit zu zeigen wo er herkommt und/oder wohin er als nächstes möchte.

Always three green

Toby